Autor: Detlef Lemme

Ausstellung: stolen life, xpon-art gallery, 20.3. – 4.4.2025

stolen life

Ein Fotoprojekt aus der Ukraine von Oleksandr Zinevich und Darina Dorogan
mit ergänzenden Positionen zeitgenössischer Kunst:
Andrea Nimax, Arne Lösekann, Detlef Lemme, Frauke Weldin, Gregory Eltringham, Jacqueline Christiansen, Jens Jürgens, Johannes Groht, Kateryna Kozlova, Klaas Wurtmann, Margit Tabel-Gerster, Oliver Kelm, Paolo Moretto, Uli Golub
und Werken aus: „I will live it for you“
Eröffnung: 20. März, 19 Uhr
Geöffnet jeweils Sa – Di, 18 – 21 Uhr
Finissage: 4. April, 15 – 19 Uhr

xpon-art gallery
Repsoldstraße 45
(Nähe Hauptbahnhof)
20097 Hamburg

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Begleittext der Galerie:

Ein Fotoprojekt aus der Ukraine mit einer thematischen Ergänzung zeitgenössischer Kunst Eröffnung am Donnerstag, den 20. März 2025 um 19 Uhr Im Anschluss geöffnet bis zum 4. April 2025 Es ist keine einfache Ausstellung. Aber eine, mit der es sich lohnt, auseinanderzusetzen. * In der den Ausstellungstitel gebenden Arbeit „Stolen Life“ von DARYNA DOROHAN und OLEKSANDR ZINEVYCH stehen die Personen vor ihren zerstörten Häusern, nackt, wie Neugeborene, und blicken ins Ungewisse. Es sind Menschen unterschiedlichen Alters, sozialen Status oder Geschlechts, aber im Angesicht des Unglücks gleich. „Für uns ist dieses Projekt eine Gelegenheit, das Wort „Krieg“ von der üblichen Terminologie loszulösen hin zu Begriffen wie „Liebe“, „Verlust“, “Familie“ und „Heimat“, um zu zeigen, wie schwierig es ist, unter den Bedingungen des Krieges zu leben. Kriege sollten im 21. Jahrhundert nicht stattfinden. Das Haus ist ein Bild für alles, was die Ukrainer:innen verlieren, für die Heimat, und für die gewöhnlichen und grundlegenden Dinge, die niemand wegnehmen zu können scheint… bis diejenigen kommen, die glauben, dass sie es können und es tun. Für uns ist die Kunst eine Sprache, die Menschen auf der ganzen Welt verbindet, unabhängig von Geschlecht, Alter und Hautfarbe. Und dieses Projekt ist eine Gelegenheit, einen Dialog über die Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft zu führen.“ Das Projekt, das um die Welt reist, geht über die Ukraine hinaus. Die Welt leidet unter einer zunehmenden Anzahl von Kriegen auf dem ganzen Planeten. Es hat nicht nur die Aufgabe, Krieg aus einer anderen Perspektive zu betrachten, Gedanken und Dialoge anzuregen, sondern auch auf den Körper und die Kunst als mächtige Instrumente des Ausdrucks von Ideen und Sinnen hinzuweisen.

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Aufbau xpon-art, stolen life, Detlef Lemme: Schauer w + k

80 cm x 110 cm, Acryl auf Leinwand, 2025, stolen life

Fotos der Ausstellung (250324)

Tag der Druckkunst 2025 am 15. März

Holzschnitt am Maltisch (mit dem Löffel)

unter diesem Motto öffne ich mein Atelier am 15. März 2024 von 12 – 18 Uhr und lade Euch herzlich ein!

Farbenkugel
c/o Detlef Lemme
Gerichtstr. 10
22765 Hamburg

Auch in diesem Jahr wollen wir die analoge Druckkunst wieder feiern! Siehe auch: https://www.tag-der-druckkunst.de/veranstaltungen/liste

Der Anlaß für die bundesweiten Veranstaltungen und Ausstellungen ist die Aufnahme der traditionellen Drucktechniken in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission am 15. März 2018.

Organisiert vom Bundesverband des BBK finden gerade bundesweit mehr als 350 Veranstaltungen zur Druckkunst statt. Eine Liste aller Veranstaltungen findet ihr auf der Veranstalterseite: https://www.tag-der-druckkunst.de

Astra Zeneca 2021
Holzdruck auf Papier, Auflage 10, 2021

Mail-Art Ausstellung Tandem Mensch-Koralle

Wanderausstellung mit 262 Mail-Art Objekten von 124 Kunstschaffenden!

Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung  am 22. Februar 2025 in der Bedürfnisanstalt in Hamburg-Altona!

VERNISSAGE: Sa. 22. Februar von 20 Uhr – 22 Uhr
DAUER: So 23. Februar – Do. 06. März 2025
ÖFFNUNGSZEITEN: Di – Fr: 17 – 20 Uhr, Sa + So: 14 – 20 Uhr
FINISSAGE: Do. 06. März von 17 – 20 Uhr

DIE BEDÜRFNISANSTALT
Bleickenallee 26a
22763 Hamburg
Bus Linien: 1 und 115


Beiträge von Bettina Schipping, George Riemann und Detlef Lemme


Es ist die Ausstellung der Einsendungen des internationalen Mail-Art-Wettbewerbs TANDEM MENSCH-KORALLE zum Klimaschutz 2020. Für diesen Wettbewerb sollte ein frei gewählter Aspekt der Beziehung Mensch – Koralle thematisiert werden, denn Koralle und Mensch sind einander  ähnlicher als gedacht. (!)
Am Wettbewerb beteiligten sich insgesamt 124 Kunstschaffende aus 68 Orten in 10 Ländern auf 3 Kontinenten, 9 (!) davon leben und arbeiten hier in Hamburg: Kerstin Bruchhäuser, Christina von Grote, Sarah Hacker, Detlef Lemme, Sue Limbach, Andrea Nimax, George Riemann, Imke Staats, Michael Thiel.

Weitere Informationen und Abbildungen aller Einsendungen: http://www.tandem-human-coral.info/pictures.htm

Zu sehen war diese Wanderausstellung bisher in: München, Düsseldorf, Köln, Kiel, Berlin, Bremen, Bremerhaven und wird nach Hamburg im April auch in Ulm zu sehen sein (weitere Ausstellungen sollen folgen).
Zur Ausstellung erscheint eine 32-seitige DIN A4-Broschüre mit Abbildungen sämtlicher 262 Exponate.
Verantwortlich: Clementine Klein (Köln)

Herzliche Grüße von Clementine und Detlef!

Vanitas, Kunst über Eitelkeit im Schauraum

Wendland.Elbe Schauraum in Hamburg-Altona

Die Ausstellung „Vanitas! Vanitatum Vanitas!“ öffnet ihre Türen für einen künstlerischen Dialog über die Vergänglichkeit des Lebens, die Nichtigkeit weltlicher Freuden und die Suche nach dem Unvergänglichen. Der Titel zitiert ein Gedicht von Andreas Gryphius (1616 – 1664) und möchte traditionelle und moderne Perspektiven in einen Dialog bringen. Dabei findet auch eine Auseinandersetzung mit den aktuellen gesellschaftlichen Themen Klimawandel, sozialem Wandel, und Digitalisierung statt.

Die Ausstellung wird am 12. Februar 2025 um 18:30 Uhr eröffnet und dauert bis zum 29.März.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 10 bis 18 Uhr und n.V.

Adresse
Scheel-Plessen-Str. 19
22765 Hamburg Altona

https://schauraum.org/

Beteiligte Künstler:Innen

Ingrid Bahß, Klaus Becker, Benedikt Brockmann, Doro Carl, Astrid Clasen, Beatrice Dettmann, Barbara Deveny, Birgit Dunkel, Maria Fisahn, Rainer Garbe, Albrecht Hausotter, Maria Hobbing, iris-a-maz, Heilwig Jacob, Ralf Jurszo, Sabine Keil, Leonid Kharlamov, Sabine Kramer, Maike Kretzer, Chris Lambersten, Detlef Lemme, Simone Lietzow, Zhiyi Liu, Helene Oldenburg, Claudia Reiche, Holger Rocker, Angela Rüpke, Ursula Steuler, Adriane Steckhan, Götz Sommer, Elke Suhr, Gabriele Schwark, Heiko Wommelsdorf

Kurator:Innen: Elke Suhr, Roland Scotti und Julia Melzner


Beispiel

Exzerpt Marcel 250130-3 von Detlef Lemme: Sie ließ darauf eine jener dicken, ovalen Sandtörtchen holen, die man „Madeleine‟ nennt …

Tinte, Aquarell, Collage auf Papier, Hahnemühle, 425 g/m2, 48 x 36 cm, gerahmt: 70 x 50 cm, Detlef Lemme, 2025

Im Dialog

Die wiedergefundene Zeit
Sich dem Memento mori des Gryphius-Gedichts anzuschließen, fällt leicht, entspricht das Gesagte doch Grundsätzen bürgerlicher Erziehung: Demut und Bescheidenheit. Das hat sich auch durch die folgenden Epochen Aufklärung und Romantik erhalten. Aber dem Entschluß, sich nur Gott und dem Jenseits anzuvertrauen, steht (mindestens) seit der Aufklärung der Drang zur Selbstverwirklichung entgegen. Kunst und Literatur kann die Zeit anhalten, Erinnerungen und Emotionen „einfrieren‟, um sie später in verwandten Seelen wieder aufkeimen zu lassen.
Die hier gezeigten Exzerpte stammen aus dem Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit‟ von Marcel Proust (1871 – 1922), der vor 100 Jahren ein einzigartiges psychologisches Bild seiner Gegenwart anfertigte – als Metapher für Selbstbehauptung gegen bürgerliche Dekadenz (Homophobie, Antisemitismus). Wenn Eitelkeit heißt, die eigene Stellung zu überschätzen, dann drückt sich im Exzerpieren Demut und Achtung vor dem Werk der Vorbilder aus. Jean Paul (1763 – 1825) fertigte in seiner Gegenwart 12.000 handschriftliche Seiten mit Exzerpten an.
Detlef Lemme, im Februar 2025